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Werkstatt Moderne Generationenpolitik
Unsere Werkstatt „Moderne Generationenpolitik in Mitte“ - eine Zusammenfassung

Einiges wurde angeschoben, seit das Bezirksamt sein Papier „Gemeinsam älter werden in Mitte – Moderne Generationenpolitik in Mitte“ im Mai 2014 auf seiner Webseite veröffentlichte und bei unterschiedlichen Anlässen vorstellte. Frau Harms (OE Qualitätsentwicklung, Planung
u. Koordination des öffentlichen Gesundheitsdienstes) stellte es vor: In zwei Stadtteilzentren wurden Koordinatorinnen finanziert mit der ausdrücklich in der Stellenbeschreibung definierten Aufgabe, Seniorenbeteiligung zu initiieren, die Zahl „Runde Tische Senioren“ hat sich auf vier verdoppelt, die bezirkliche Begegnungsstätte blieb erhalten, die Sozialkommissionen werden mehr und mehr an die Stadtteilzentren abgegeben. Allen Respekt für letztere, die damit ohne zusätzliche Stellen und nachhaltige Finanzierung weitere Aufgaben meistern. Und allen Respekt für die MitarbeiterInnen im Bezirksamt, die das ihnen Mögliche in den unterschiedlichen Strukturen desselben neben all ihren anderen Aufgaben befördern.

Highlight des Nachmittages war der Vortrag des Sozialamtsleiters von Treptow-Köpenick, Jens Meißner, über seine zehn bezirksfinanzierten Kiezklubs. Dort wird schon seit Jahren zusammen mit dem ebenfalls vom Bezirk mit einer Anschubfinanzierung gestarteten Freiwilligenzentrum, den „Sternenfischern“, für Kontinuität der Angebote für Ältere Menschen und in der Ehrenamtsarbeit gesorgt. Selbst so etwas wie die direkte Ansprache und Werbung aller 60Jährigen Altersgrundsicherung Empfangenden im Bezirk, sich ehrenamtlich einzubringen und dafür auch noch eine über Fahrgelderstattung hinaus gehende Aufwandsentschädigung zu erhalten, ist  bemerkenswert. Neben der besseren Finanzlage des Bezirkes ist dort eine politische Schwerpunktsetzung wahrzunehmen, die in Anerkennung der demografischen Entwicklung klar  auch auf die Beteiligung der Älteren setzt. Mit sicheren Orten, mit festen hauptamtlichen Strukturen und auch mit gut eingesetztem Geld.

Nicht weniger interessant war der Beitrag von Herrn Scherbarth aus Pankow, der von der Übereinkunft berichtete, die das dortige Bezirksamt und seine Mieterberatung mit der GESOBAU ausgehandelt hat. Ein Beispiel, wie ein Bezirk seine Verhandlungsmöglichkeiten in klugen Kooperationen nutzen kann, um Mieterhöhungen aufgrund von Sanierungen für ältere und finanzschwache MieterInnen abzufedern. Bedenkt man, das immerhin fast 1/3 der Mietwohnungen in Berlin städtischen Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften gehören, könnten mit solchen Übereinkünften stadtweit neben der Erleichterung für Betroffene vermutlich auch Maßstäbe für private Vermieter gesetzt werden.

Reinhard Sakowski, Vorsitzender des Sozialverbandes VdK Mitte, brachte seinen Blick auf Gesundheitsprävention ein mit den Schwerpunkten von Erreichbarkeit, Wohnortnähe und Zugang zu Informationen und Angeboten.

In den drei Arbeitsgruppen (s.dort), die sich nach der mit lebhaften Gesprächen gefüllten Pause zusammen fanden, wurde dann entlang der Themen der Vorträge über Ideen und Wünsche in Mitte diskutiert.

Wir danken dem Bezirksbürgermeister Dr. Hanke, der nach seinem Grußwort die Zeit aufbrachte, sich die Vorträge der Gäste aus Treptow-Köpenick, Pankow und Mitte anzuhören und daraus vielleicht die eine oder andere Anregung für Mitte mitgenommen hat. Und wir danken FM für die räumliche und technische Unterstützung, Herrn von Dassel für die seine und die seiner MitarbeiterInnen und für sein - spontan erbetenes – Schlusswort, mit dem er uns ermutigte, alle kritischen Fragen aus dieser Werkstatt zu sammeln und den Parteien im Wahlkampf 2016 zu stellen.


Auch für diesen Zweck haben wir die Ergebnisse und Schlussfolgerungen in einem Flyer zusammen gefasst, den wir auf Anfrage gern weitergeben,